Verantwortlich: 
Susann Dohm
Botschafterin für inklusive Schulbildung

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Von-der-Tann-Straße 31
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Deutschland

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Eine hochwertige inklusive Schulbildung ist ein
Menschenrecht für alle Schüler*innen in Deutschland !

 

                                                                                                                                        www.deutscher-verband-inklusiver-schulentwicklung.com                                                                                                                      
 

GEMEINSAM MEHR ERREICHEN !

Inklusion - Das Recht auf hochwertige individuelle und inklusive Bildung für alle Schüler und Schülerinnen und 
die konventionskonforme Umsetzung der 
UN-Behindertenrechtskonvention 

Artikel 24 und Artikel 4 Absatz 2

D E V I S E  Inklusion 

"Fair beteiligen statt ausgrenzen, Inklusion als gleichberechtigte Teilhabe und  gelebte Demokratie !"

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention – „wsk“- Rechte

Das Recht auf Bildung aus Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention gehört nach Meinung der Rechtwissenschaft zu den "wirtschaftlichen,
sozialen und kulturellen Rechten"
(auch als "wsk"-Rechte bezeichnet).

 

Diese „wsk“-Rechte sind laut Artikel 4 Absatz 2 der
UN-BRK ausschließlich Staatenverpflichtungen !

 

Artikel 4 Absatz 2 der UN-Behindertenrechtskonvention:
,, (2) Hinsichtlich der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte verpflichtet sich jeder Vertragsstaat, unter Ausschöpfung seiner verfügbaren Mittel und erforderlichenfalls im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit Maßnahmen zu treffen, um nach und nach die volle Verwirklichung dieser Rechte zu erreichen, unbeschadet derjenigen Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen, die nach dem Völkerrecht sofort anwendbar sind.“

 

"Die Vertragsstaaten der UN-Behindertenrechtskonvention sind gleichzeitig verpflichtet, einzelne Elemente des Rechts – etwa auf den Zugang zu inklusiver Bildung – sofort einzulösen."
 

Diese Verpflichtung wird noch immer oft verkannt. Auch die Pflicht zur schrittweisen Verwirklichung zwingt die Vertragsstaaten, sofort ab Inkrafttreten der völkerrechtlichen Norm die erforderlichen Schritte zur Erfüllung der in der UN-Behindertenrechtskonvention verbindlich vorgegebenen Ziele zu unternehmen. 


Menschen mit und ohne Behinderungen hatten deshalb mit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 einen menschenrechtlichen Anspruch auf einen diskriminierungsfreien Zugang zur allgemeinen Schule – schon vor der vollständigen Schaffung eines inklusiven Bildungssystems.

Die inklusive Schule ist ein Ziel der Schulentwicklung aller Schulen in Bayern und inklusiver Unterricht ist Aufgabe aller Schulen
( BayEUG Art. 30b )


Zweiter und dritter Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Unterrichtung durch die Bundesregierung Juli 2019

  „Gemäß Art. 20 Abs. 1 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein Bundesstaat. Bund und Länder nehmen daher ihre verfassungsgemäß festgelegten Aufgaben auf ihren Ebenen grundsätzlich selbstständig wahr.
Durchgriffsrechte der Bundesregierung auf die Länder bestehen in der Regel nicht. Bund und Länder sind deshalb gleichermaßen in der Verantwortung, die UN-BRK zu verwirklichen und das deutsche Recht im Lichte der Konvention weiterzuentwickeln. Durch die Ratifikation der Konvention ist diese in das deutsche Recht eingegangen, steht im Range eines einfachen Bundesgesetzes und bindet gemäß Art. 4 Abs. 5 UN-BRK Bund und Länder. Für Behörden und Gerichte ist sie zugleich Hilfsmittel bei der Auslegung von Normen. Verfassungsrechtlich ist es geboten, die UN-BRK als Auslegungshilfe für die Bestimmung von Inhalt und Reichweite der Grundrechte sowie des Rechtsstaatsprinzips heranzuziehen. Verbindlich sind nur die Sprachfassungen in den UN-Sprachen. Die seit 2011 vorliegende deutsche Übersetzung gehört nicht dazu.“

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/117/1911745.pdf?fbclid=IwAR3h74h8u732AChOS2kkLVf2oaRoleqq0tM5BDv5Mw-6TtQMxtwfbzYYpT8

 

 
 

Der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat
2016 in seiner Allgemeinen Bemerkung zum Recht auf inklusive Bildung erläutert, was die Verpflichtung zur Schaffung eines inklusiven Systems konkret bedeutet. Dabei hat er erneut hervorgehoben, dass Staaten,
die neben dem regulären Schulsystem ein Sonderschulsystem aufrecht-erhalten, ihre Verpflichtung nicht erfüllen. Dass die trennende Doppelstruktur von allgemeiner Schule und Förderschule in Deutschland nicht UN-Behindertenrechtskonventionkonform ist, hatte derUN-Ausschuss bereits 2015 anlässlich der Staatenberichtsprüfung Deutschlands deutlich gemacht.

Quelle https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Information/Information_12_Das_Recht_auf_inklusive_Bildung.pdf

An staatlichen Schulen fehlen Mittel
und Erfahrungen 

Von einem flächendeckenden Angebot inklusiver Schulplätze, Schulen
die hochwertige inklusive Pädagogik unterrichten können, kann in Deutschland auch zehn Jahre nach der
UN-Behindertenrechts-konvention nicht die Rede sein. Laut dem Institut für Menschenrechte gibt es hier noch zu viele Sonder- Förderschulen, zu wenige Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen dürfen eine allgemeinbildende Schule besuchen und die wenigen behinderten Schüler*innen die eine allgemeinbildende Schule besuchen können, erhalten dort Einzelintegration mit Notenschutz, Nachteilsausgleich und integrativen Schulbegleitungen die nicht Teil der Schulgemeinschaft sind und unter unfairen Arbeitsbedingungen arbeiten müssen und nur für tatsächlich geleistete Stunden bezahlt werden. So unterrichten Lehrkräfte behinderte Schüler*innen, die keine inklusive Ausbildung erhalten haben. Inklusive Pädagogik mit individuellen Lernmethoden wie jahrgangsübergreifende Klassen, Lerngruppen, Wochenplanarbeit fehlen, da keine einheitlichen inklusiven Schulkonzepte entwickelt wurden. 


Integration ist nicht Inklusion
Inklusion ist kein sonderpädagogischer, sondern als ein allgemeinpädagogischer Anspruch zu verstehen und ist somit laut
UN-Behindertenrechstkonvention zwar ein Menschenrecht fürMenschen mit Behinderungen, verlangt aber qualitativ hochwertigeBildung  für ALLE Schüler*innen, was nur durch eine konventionskonforme Umsetzung der UN-Behindertenrechts-konvention ermöglicht werden kann. 

Die Begriffe Inklusion und Integration werden häufig zusammen verwendet. Doch Integration ist nicht bedeutungsgleich mit Inklusion
und ist auch keine Vorstufe der Inklusion. Integration unterscheidet zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung und meint lediglich die Eingliederung von Menschen
mit Behinderung in eine ansonsten gleichbleibende, unveränderte Umgebung. Aus diesem Grunde wird hier auch der Begriff „Sonderpädagogischer Förderbedarf“ verwendet, weil bei der Integration immer nur auf die Defizite geschaut wird und wie diese beseitigt werden können. Deshalb kann der Begriff „sonderpädagogischer Förderbedarf“ mit der Integration
verbunden werden.


 

Sonderpädagogik
"Die Entstehung der Sonderpädagogik ist ein Ergebnis der Separation, durch die Aussonderung von Kindern mit Behinderungen in Sonderschulen. Dort werden sie weiter differenziert, nach der Art ihrer Behinderung in Körperbehinderte, Sprachbehinderte, Lernbehinderte, geistig Behinderte, Hör-/Sehgeschädigte und Verhaltensauffällige. 

Das nächstliegende Motiv für eine solche starke Differenzierung in möglichst homogene Gruppen ist die mögliche Effizienz des Unterrichtes, besonders des Frontalunterrichts. Der Lehrer braucht sich nicht für jeden Schüler einzeln vorzubereiten, die Schulen müssen sich nur auf eine Behinderung baulich einstellen und vieles mehr."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Separation_(P%C3%A4dagogik)

 

Aus diesem Grunde, kann hochwertige inklusive Schulbildung nur mit der Entwicklung zur inklusiven Pädagogik erreicht werden.
Inklusion geht von der Besonderheit und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen aus und meint die Anpassung der Umgebung an dessen individuellen Voraussetzungen. Das bedeutet,
dass die Umgebung grundsätzlich barrierefrei gestaltet sein muss,
damit alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderung oder chronischen Erkrankungen – ein Wahlrecht hinsichtlich der Art und Form der von ihnen benötigten Unterstützung haben. Doch dafür benötigt die Bildung die inklusive Pädagogik. 

Die inklusive Pädagogik ermutigt Kinder und Erwachsene, Vorurteile, Diskriminierung und Benachteiligung kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, sowohl den Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern Aufmerksamkeit zu schenken und wertzuschätzen.
Der Unterricht ist so gestaltet, dass er allen Lerntypen gerecht wird und unterschiedliche Sozialformen sich abwechseln. Alle lernen in einem Klassenraum. Auf Ausgrenzung jeder Form wird reagiert und diskriminierende Äußerungen werden nicht kommentarlos hingenommen. Lehrkräfte wissen wie Ausgrenzung funktioniert und wie man die Identität aller Kinder fördert – nicht nur die der nichtbehinderten Kinder. Inklusive Pädagogik führt dazu, dass die Bildung so gestaltet wird, dass alle Kinder gleichberechtigt teilhaben können und die Unterschiede gesehen und wertgeschätzt werden.
Es geht keinesfalls um Gleichmacherei, sondern um gleiche Rechte. Jedes Kind hat das Recht auf hochwertige inklusive Bildung und die notwendige Unterstützung, die es zur Teilhabe benötigt.

Das Leitbild der UN-Behindertenrechtskonvention ist
die Inklusion nicht die Integration.

 

Was hat Bayern seit der Gesetzesänderung 2011 für die Entwicklung
einer hochwertigen inklusiven Schulbildung getan.
Welche Maßnahmen, welche Schritte wurden unternommen, welche Gelder wurden geleistet, was ist für die nächsten Jahre geplant?


Nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention dürfen Menschen mit Behinderungen nicht weiter vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Vielmehr ist ihnen ein Zugang zu einem inklusiven und hochwertigen Unterricht an wohnortnahen Grundschulen und weiterführenden Schulen
zu gewähren.


Seither dürfen die Eltern behinderter Kinder den Lernort „frei“ wählen. Jedoch hat Bayern die bayerischen Schulgesetze bisher nicht angemessen novelliert. Das hat dazu geführt, dass sich in Bayern bis heute kein inklusives Bildungssystem entwickeln konnte und noch immer nur die Integration behinderter Schüler*innen versucht wird.

"Im Gegensatz zur Integration will die Inklusion nicht die Kinder den Bedingungen der Schule anpassen, sondern die Rahmenbedingungen an den Bedürfnissen und Besonderheiten der Schülerinnen und Schüler ausrichten.“

 

Die Inklusion verlangt die Anpassung der Umwelt an die individuellen Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung. Gemeint ist nicht etwa umgekehrt ein Anpassungszwang der betreffenden Person oder gar ihr Ausschluss aus dem allgemeinen Bildungssystem. Der Artikel 24 UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland, das Recht auf Bildung durch ein inklusives Bildungssystem in allen Bereichen zu verwirklichen. Dazu gehören Vorschulbildung, Grund- und weiterführende Bildung sowie Hochschulbildung, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen, außerschulische und soziale Aktivitäten aller Lernenden. In der UN-Behindertenrechtskonvention steht nicht, dass Kinder mit einem "sonderpädagogischen Förderbedarf" ein Recht auf Inklusion haben, sondern Menschen mit einer Behinderung. 
 

Der Begriff "sonderpädagogische Förderbedarf" wird in Bayern benutzt, um die nichtbehinderten Kinder mit Förderbedarf (auch als
I-Kinder oder Inklusionskinder bezeichnet) in die Inklusionsquote mit einrechnen zu können. Denn bisher wird dieser sehr wichtige Unterschied in der Statistik "Amtliche Schuldaten" nicht erfasst.
Somit ist eine korrekte Berechnung der Inklusionsquote in Bayern
derzeit nicht möglich. 


 

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention steht das Sonder- Förderschulsystem somit im Widerspruch zur
UN-Behindertenrechtskonventio. Der UN-Ausschuss macht deutlich, dass sich Staaten, die neben dem "regulären" Schulsystem ein Sonder- Förderschulsystem weiter aufrechterhalten, in Widerspruch zur Verpfllichtung aus Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention stehen,  da diese ein "hochwertiges inklusives Bildungssystems" verlangt. Schüler die weiterhin zu einem Besuch der Sonder- Förderschule gezwungen werden, weil inklusive Schulplätze fehlen, könnten dadurch Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn ihnen dadurch die Teilhabe in der Gesellschaft verhindert wird und dadurch ein selbständiges Leben als Erwachsene verwehrt bleibt.
 

 Die Bildungsministerien müssen nachweisen und sicherstellen, dass alle bisherigen Mittel, in die Förderung  und Entwicklung hochwertiger inklusiver Schulbildung investiert werde.
 

Linksammlung Deutscher Verband DEVISE In
Familie Dohm Erfahrungsbericht Foto_2.jp
PM_DEVISE__vom_09.10.2019_mit_Überschrif
Aussonderung.jpg
ZDF.jpg
Zeitschrift_für_Inklusion.JPG
Integration Inklusion.jpg
Petition Landtag UN-BRK_Foto_29.05.2019.


Bitte diese Petition unterstützen!

Die Segregation muß in Deutschland endlich in
Inklusion gewandelt werden. Es gibt seit 10 Jahren die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland und noch immer haben Menschen mit Behinderungen keine inklusiven Rechte.

Die Politik muß endlich dafür Sorge tragen.

Inklusion Art. 24 vom 15.08.2019_2.jpg
Sonderpädagogik.jpg

"Aufgabe des Staates ist es,
so der UN-Ausschuss,
bestehende Sonderwelten in 
den Bereichen Arbeit, Bildung
und Wohnen abzubauen oder
gar abzuschaffen."

Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G.

Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G. erreicht mit seinen Initiativen mehr Menschen als je zuvor. Wir arbeiten an vielen spannenden Projekten, um das Leben anderer zu verbessern.
Und wir machen dabei viele Fortschritte.


Wir bei Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung wissen,
dass es manchmal nicht viel braucht, um die Welt ein wenig besser
zu machen. Seit wir mit der Gründung im Mai 2019 begonnen haben, sind wir entschlossen den Wandel zum Positiven voranzutreiben.

Die guten Ideen unserer Unterstützer und ihr Glaube an unsere
Mission für mehr Gerechtighkeit für alle Schüler*innen sind der
Motor für unsere Projekte.

Unsere Vorhaben sind Spiegel unserer Überzeugungen.

 

Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G.