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Jugendämter unter Druck? -"
Lieber zehn Kinder mehr ins Heim als eins zu wenig"
von Detlef Schwarzer 11.09.2019

Nach dramatischen Misshandlungsfällen nehmen Jugendämter immer häufiger Kinder in Obhut. 2018 waren es 40.389 Fälle.
Oft lag keine konkrete Gefährdung des Kindes vor.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/zdfzoom-heimkinder-wider-willen-102.html

Unsere Erfahrungen dazu:

https://www.deutscher-verband-inklusiver-schulentwicklung.com/erfahrungsbericht-familie-dohm

Es ist unfassbar welche Macht Jugendämter in Deutschland noch immer haben, wenn man bedenkt in welcher Zeit diese einst entstanden sind.

Jugendämter werden nicht kontrolliert, es gibt keine unabhängigen Beschwerdestellen und Eltern haben trotz neuer Datenschutzverordnung keine Möglichkeit an ihre vollständigen Akten der Jugendämter und der Schulen zu kommen. Dadurch können Fehler bei der Datenweitergabe durch die Familien nicht behoben werden. Dadurch kommt es dann in Folge zu falschen Kindeswohlgefährdungs-Meldungen, falschen Inobhutnahmen, falschen Sorgerechtsentzügen und einer rechtswidrigen Heimunterbringung.

 

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Deutschland kommt es vermehrt zu Drohungen durch die Jugendämter, wenn Familien ihr Recht auf eine wohnortnahe, inklusive hochwertige Schulbildung für ihre behinderten Kindern einfordern, die Regelschulen dies aber nicht leisten können, weil die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen und Gesetze auch nach 10 Jahren nicht geschaffen hat und es somit keine hochwertige inklusive Schulbildung in Deutschland gibt.
Familien brauchen Hilfen, Unterstützung, Gelder innerhalb der Familien.

Die Mitarbeiter*innen beim Jugendamt sind in der Regel für diese behinderte Kinder nicht ausreichend ausgebildet. Viele Mitarbeiter*innen sind so jung und haben selbst noch keine Kinder. Sie scheinen die Rechte der UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 24 nicht zu kennen und das Recht auf eine wohnortnahe, hochwertige inklusive Schulbildung. Stattdessen werden oftmals Arztberichte und Gutachten in Frage gestellt, weil Schulleitungen diese nicht anerkennen oder anzweifeln. Die Schulleitungen haben allerdings kein medizinisches Fachwissen und auch die Beratung durch Sonderpädagogen erfolgt oftmals im Bereich Emotional und im sozialen Bereich, da die Kernkompetenzen der Jugendämter ein anderer ist.  Probleme durch Körperbehinderungen, Asperger Syndrom etc. werden dann durch diese Unkenntnis oft als eine fehlerhafte Erziehung der Mütter gewertet, obwohl diese Überforderungssituationen durch die fehlende hochwertige inklusive Schulbildung innerhalb der Schulen verursacht werden, weil es keine inklusiven Schulkonzepte gibt, keine Tandembesetzung, die Lehrer*innen nicht ausreichend zu neuen inklusiven Lehrmethoden unterrichtet und ausgebildet werden und Schulbegleitungen oftmals nur als unerfahrene Hilfskräfte eingestellt werden, die dann nur für tatsächliche geleistete Stunden bezahlt werden und dieser Stundenlohn so niedrig ist, dass kaum noch Schulbegleitungen gefunden werden können, weil jedes halbe Jahr neue Anträge für die Weiterbewilligung beim Jugendamt gestellt werden müssen und alles auf Kosteneinsparung ausgelegt ist, da die Schulen ja eigentlich die inklusiven Schulstrukturen entwickeln müssten und nicht die Jugendämter. 

 


Wann fängt Deutschland mit der konventionskonformen Umsetzung der
 UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 24 endlich an?


 

Deutscher Verband inklusiver Schulentwicklung i.G.